Ausverkauft!-Tipp 59: Werbemittel: Weniger ist mehr!

09. Dezember 2018

 

TIPP AUS DEM BUCH „AUSVERKAUFT!“:

Mit Widmung zu bestellen unter www.ausverkauft-dasbuch.de

Zur Leseprobe geht es hier!

Der letzte Tipp aus meinem Buch schloss mit den Platinum-Regeln ab, in dem ich Ihnen die wörtliche Zusammensetzung des Wortes „PLATINUM“ für eine professionelle Inszenierung erklärt habe. Heute geht es um Werbemittel als Kommunikations-Werkzeuge.

Beim Schreiben meines Buches habe ich das Thema Werbemittel immer vor mir hergeschoben. Ich wusste, dass ich es nicht unter den Tisch fallen lassen könnte, aber mir war auch klar, dass es das schwierigste Kapitel werden würde. Nicht, weil das Thema so komplex ist, sondern weil die Ausgestaltung so vielschichtig ist, dass es kaum möglich ist, in der gebotenen Kürze ein Rezept für alle Fälle zu entwickeln. Jeder Flyer ist anders, jede Website individuell, jedes Give-away nimmt Bezug auf eine Aktion, ein Produkt, eine Situation … Wie soll man das auf einen Nenner bringen?

Jedes Unternehmen benötigt exzellente Kommunikationsmittel für einfaches, erfolgreiches Marketing. Es gibt aus meiner Sicht allerdings kein Patentrezept für das Werbemittel schlechthin. Aber wir können das Pferd von hinten aufzäumen: Es gibt Fehler, auf die ich immer wieder stoße. Und die können Sie vermeiden! Schauen wir uns die drei wichtigsten Gruppen von Werbemitteln an: Druck-Werbemittel, Online-Werbemittel und Give-aways:

1. Druck-­Werbemittel, also im Wesentlichen Flyer und Broschüren:

  •  Das Design passt nicht zu Firma (Marke) und Botschaft: Achten Sie auf ein stimmiges Gesamtbild. Die Deutsche Telekom AG zeigt sich im Print mit der Farbe Magenta, eckigen Formen, dem bekannten Ton und Personenbildern usw. – durch die Stetigkeit dieser grafischen Elemente entsteht ein Wiedererkennungswert, der zur Markenbildung bzw. -stärkung beiträgt. Was sind Ihre Formen, Farben, Bilder? Sieht man Ihren Broschüren, Flyern, Anzeigen, Plakaten auf den ersten Blick an, dass sie von Ihnen stammen? Und: Erzählen Sie Ihre Markenstory so, dass es den Betrachter gewinnt?
  • Die Titelseite lädt nicht zum Umblättern ein: Erkennt der Leser Ihrer Werbebroschüren innerhalb von drei Sekunden, um was es geht und was es ihm bringt? Entdeckt er etwas Spannendes? Ist die Headline klar, außergewöhnlich, macht sie neugierig? Beschreiben Sie kurz das Warum zum Medium und den Nutzen auf der Titelseite? Unterstützt ein Eyecatcher die Hauptbotschaft? Gibt es eventuell, insbesondere bei kleineren Druckwerken, sogar schon einen Appell?
  • Bilder und Grafiken passen nicht oder schweben »im bezugslosen Raum«: Haben Sie visuelle Attraktoren in Ihre Werbemittel integriert, die die jeweilige Botschaft unterstützen (und zu Ihnen passen), das Auge von A über B nach C bis hin zum Appell leiten? Da die heutige Generation stark visuell orientiert ist, sind sehr textlastige Medien nicht so empfehlenswert.
  • Die Texte sind zu lang, zu kompliziert, zu wenig nutzenorientiert: Die Kunst, etwas kurz und prägnant zu sagen, ist eine hohe Disziplin, zumal immer weniger Menschen viel lesen wollen. Grundsätzlich gilt: Je komplexer und / oder je teurer das Angebot, desto länger muss der überzeugende Text sein. Aber stets nach dem Grundsatz: Nutzen vor Eigenschaften. Und wenn Eigenschaften genannt werden, muss deutlich gemacht werden, welche Vorteile sie für den Käufer haben: »Ich bin Mitglied des XY-Verbands und nehme regelmäßig an den Schulungen des Verbandes teil. So bin ich immer auf dem aktuellen Stand. Das bedeutet für Sie: hoher Qualitätsstandard und umsetzungsorientierte Wissensvermittlung.«
  • Denken Sie beim Texten auch an die Querleser. Nutzen Sie die Möglichkeiten der Hervorhebung, damit jeder die Hauptargumente auf einen Blick erfassen kann. Und schreiben Sie so, dass es jeder versteht. Kurze Sätze sind besser als Schachtelsätze. Mein Lehrer hat schon früher immer gesagt: Wer viel schreibt, weiß nichts. Es gibt zwar amerikanische Copy-writing-Gurus, denen zufolge lange Texte mehr verkaufen als kurze. Das gilt jedoch für den deutschsprachigen Raum aus meiner Sicht nur insofern, als teure, komplexe Angebote längere Texte benötigen, um verkauft zu werden.
  • Langweilige, unpraktische Formate: Jeder, der ein gedrucktes Werbemittel mitnimmt, ist froh, wenn es ein handliches Format hat und etwa in die Handtasche oder ins Sakko passt. Nicht zu hart, nicht zu groß, nicht zu dick. Für Detailinfos können Sie in der Broschüre auf die Website verweisen.
  • Auch Kreativität bei der Gestaltung verschafft Ihnen Aufmerksamkeit. Sprechen Sie mal mit Ihrer Agentur – vielleicht über die Möglichkeit kleiner Taschen in den Broschüren, die Platz für DVDs oder Visitenkarten bieten. Wichtig: Eine originelle Idee zum Format reicht, aber die sollte auch sein.

Im nächsten Tipp werde ich mit dieser Thematik fortfahren und auf Online-Werbemittel und Give-aways eingehen. Also bleiben Sie dran und seien Sie gespannt!

Ihr
Siegfried Haider

Speaker – Trainer – Coach – Berater – Autor
Experte für Helium-Marketing, erfolgreiche Positionierung und einfach mehr Umsatz
Damit Sie immer weniger verkaufen müssen und immer öfter gekauft werden!

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