Ausverkauft!-Tipp 60: Werbemittel: Online und Give-aways…

18. Januar 2019

 

TIPP AUS DEM BUCH „AUSVERKAUFT!“:

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Werbemittel sind der Träger Ihrer Botschaften zur Zielgruppe. Das gibt ihnen die hohe Bedeutung. Heute möchte ich das Thema der letzten Blog-Artikel wie angekündigt fortführen, welche Fehler wir bei Werbemittel vermeiden sollten:

2. Online ­Werbemittel, also im Wesentlichen Website, Landing­Page, Blog:

  • Die Homepage-Struktur ist zu wenig verkaufsorientiert: Websites sollten im Prinzip drei Funktionen erfüllen: informieren, verkaufen, Community aufbauen. Die meisten deutschen Websites informieren nur. Ein Internetnutzer hat jedoch keine Lust und Zeit, lange zu suchen, sondern er kommt mit seinem Bedarf an und entscheidet in wenigen Sekunden, ob er hier richtig ist oder nicht. Daher braucht die Homepage eine klare Struktur von links oben nach rechts unten und muss in professioneller Augenführung die wichtigsten Fragen der Besucher beantworten – und unbedingt die Markenstory und den Nutzen aufzeigen.
  • Zu viel Grafik und Schnickschnack auf der Website: Ich kenne nicht viele Menschen, die Musik/Ton beim Öffnen einer Website mögen. Auch alle üppigen Flash-Animationen, automatisch startenden Videos und blinkenden Banner sind nur dann gut, wenn sie auf das Wesentliche aufmerksam machen: Was kann ich hier kaufen, welches Problem wird gelöst, was nützt es mir?
  • Zu viele Seiten und Ebenen: Kein Mensch möchte Werbemittel mit mehr als fünfzig Seiten Umfang. Zählen Sie mal die Seiten Ihrer Internetpräsenz oder die Ihrer Wettbewerber, das sind oft weit mehr Seiten. Übersichtlichkeit zählt, weniger ist mehr. Maximal fünf bis sieben Hauptmenüpunkte, der Rest in kleinen Menüs für die blau strukturierten Besucher, die alle Details wollen. Leiten Sie Ihre Besucher zu den wesentlichen Punkten Ihrer Website: Nutzenargumente, Produktangebote, Shop, Aktuelles, Schnäppchen, Newsletter-Anmeldung … Entscheiden Sie sich hier! Sie können nicht alles erreichen, sondern idealerweise ein bis zwei Hauptziele.

Die Hinweise aus dem letzten Blogartikel zum gedruckten Werbemittel in Sachen Design, Grafiken und Text gelten übrigens größtenteils auch für Online-Werbung.

3. Give­aways, also alle Geschenke, die beim Aufbau und bei der Intensivierung der Beziehung unterstützen:

Neben einem Firmenlogo (Nokia) und einem Claim (»connecting people«) bietet sich – bei einer wirklich guten Idee – ein Key-Visual an, das als Give-away dienen kann. Oder Sie entscheiden sich für eine haptische Verkaufshilfe, also zum Beispiel ein Baukasten- oder Stecksystem, das die Module Ihres Produktsystems aufzeigt und einem Kunden mitgegeben werden kann. Oder einfach eine kostenlose Broschüre mit den zwölf besten Tipps zu Ihrem Fachgebiet. Was auch immer es ist, vermeiden Sie bitte folgende Fehler:

  • Passt nicht zur Inszenierung: Wenn Sie schon etwas produzieren lassen, dann aus einem Guss und zur Marke passend. In den Farben und Formen der Marke, passend zur Story und zum Ziel. Vermeiden Sie es, Give-aways in irgendwelchen Werbeshops einzukaufen, nur weil sie gerade schick sind, sofern sie mit Ihrem Produkt nahezu nichts zu tun haben.
  • Ist Standardware: Generieren Sie etwas Individuelles, etwas aus Ihrem Haus. Die klassischen Warenmuster oder Probierpackungen sind dabei nicht die schlechteste Lösung. Sie sind zwar auch Standard, aber immerhin aus dem eigenen Haus und vertrauensbildend. Wenn schon ein Give-away, dann lassen Sie es gezielt für Ihr Angebot anfertigen.
  • Hat keinen Mehrwert: Ziel ist doch, dass der Empfänger des Giveaways sich noch länger damit befasst, das Geschenk eventuell sogar auf seinen Schreibtisch stellt, sodass er ständig an Sie erinnert wird, dass er vielleicht so begeistert ist, dass er es seinen Kollegen zeigt. Die Realität sieht allerdings anders aus: Geschätzte neunzig Prozent aller Give-aways wandern nach Überreichen in den Müll oder werden an Kinder zum Spielen weitergereicht. Wenn es schon keinen inhaltlichen Mehrwert hat, dann geben Sie Ihrem Geschenk doch wenigstens einen materiellen.
  • Bei einer einmal gefundenen Lösung bleiben: Das Extra von heute ist der Standard von morgen. Denken Sie nur an all die Geschenke der Banken, an die Sparschweine, Geldbeutel, aufblasbaren Schwimmreifen und Schlüsselanhänger mit ihrem Logo. Manchmal passt es ja und man braucht gerade zufällig mal so etwas – aber bringt das Umsatz? Selten. Trotzdem müssen die Banken das Spiel, das irgendeine Bank mal begonnen hat, mitspielen, da sonst manche Kunden abwandern, wenn alles andere auch nicht mehr stimmt. Also: Variieren Sie bei der Kreation Ihrer Give-aways, probieren Sie unterschiedliche Kategorien, überraschen Sie Ihre Kunden immer wieder positiv.

Ein Flyer oder eine Broschüre, eine sehr gute Website, gegebenenfalls je Schlüsselprodukt eine gut gestaltete Landing-Page und einige wenige Give-aways sind schon mehr, als die meisten am Markt überhaupt im Marketing-Werkzeugkasten haben. Gefragt ist nicht unbedingt ein riesengroßes Budget, sondern Kreativität, gepaart mit Leidenschaft. Für Kreativität gilt übrigens: Mehr ist mehr.

Nach den Tipps zu den drei wichtigsten Gruppen der Werbemittel werde ich im nächsten Artikel das Thema mit den Magalogues intensivieren. Freuen Sie sich drauf.

Ihr
Siegfried Haider

Speaker – Trainer – Coach – Berater – Autor
Experte für Helium-Marketing, erfolgreiche Positionierung und einfach mehr Umsatz
Damit Sie immer weniger verkaufen müssen und immer öfter gekauft werden!

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