Ein Appell zum Natürlichen in der Expertenpositionierung!

Ein bisschen ja – aber hören wir auf, uns oder unsere Expertenmarke extrem aufzublasen!

Diese Woche durfte ich gleich mit zwei Coachees arbeiten, die vorher schon bei anderen Coaches zu Marketing- und Expertenpositionierungsthemen waren. Es hat vorher nicht funktioniert und jetzt suchte der Coachee Rat bei mir.

Und damit wir gleich Freunde bleiben können: So ein Coaching kann keine hunderprozentige Erfolgsgarantie haben. So viele Aspekte spielen für richtig gute Ergebnisse daraus eine Rolle.

Nicht zuletzt weiß keiner vorher, ob die „Wellenlänge“ zwischen Coach und Coachee Ergebnisse befördert oder eher behindert. Das einzige, was wirklich garantiert werden kann, sind:

  • Eine intensive Vorbereitung von Coachee und Coach
  • Ein vielfach bewährtes, professionelles Vorgehenskonzept im Coaching, das flexibel angepasst werden kann
  • Eine Marketing- und Positionierungs-Methode, die nachweislich zigfach funktioniert hat
  • Ein Coaching-Umfeld, das passt
  • Know-how, Erfahrung und Marktkenntnis des Coaches

Das bieten meine KollegenInnen sicher auch alles an.

Was mir aber wiederholt auffällt und mich immer mehr ärgert: Bei beiden Coachees wurde wieder eine Marke/Identität/Story entwickelt, die weder zu ihm noch zum Markt passt. Also weder hat sich der Coachee mit der eigenen Identität wohl gefühlt, was bei der Antwort zur Einstiegsfrage „Wer bist du?“ klar ersichtlich war: Unsicherheit, kein Leuchten in den Augen, wechselnde, teils irritierende Formulierungen,… Noch war das, was da als Marke entwickelt wurde, mit der Person, seinen Erfahrungen und seiner Historie wirklich stimmig. Noch gab und gibt es dafür (Einkäufersicht !!!) einen ausreichend großen Markt, der das Expertenleben wirklich lebenswert und schön macht. Irgendwie war das auch so vergleichbar mit schon Bestehendem… wie vom Band.

Daher mein Appell an alle Beteiligten in so einem Prozess: Hört bitte auf, etwas für Coachees zu entwickeln, das zwar vielleicht gut klingt, aber der Coachee nur übernimmt, weil der Coach sagt, dass es gut ist. Ein Coach hat bei aller Erfahrung auch nur eine subjektive Meinung und sollte daher demütig vorgehen, überprüfen, absichern usw. Und wenn der Coachee bei der entwickelten Idee nicht von innen heraus strahlt, relativ schnell abgeht mit einem eigenen Film, eigenen spontanen Ideen usw., dann hat man im Coaching vielleicht was gefunden, was verkaufbar ist, aber nicht oder nur schwer vom Coachee. Und hört bitte auf mit dem Übertreiben, mit dem Superlativ, mit dem Künstlichen… ein bisschen davon ja, aber stimmig auf Coachee und Zielgruppe/Markt zugeschnitten.

Wir Einkäufer (experts4events) wollen ehrliche Typen, Marken, die stimmig sind. Ich appelliere für mehr Natürlichkeit und Authentisches im Marketing- und Expertenpositionieren. Denn diese Experten haben dann vor allem langfristig Potential und Spass an ihrer Arbeit.

Ihr
Siegfried Haider

Speaker – Trainer – Coach – Berater – Autor
Experte für Helium-Marketing, erfolgreiche Positionierung und einfach mehr Umsatz
Damit Sie immer weniger verkaufen müssen und immer öfter gekauft werden!

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