fbpx

Honorarempfehlungen für Trainer – was mach ich damit?

13. September 2012

Kürzlich hat der BDVT, der Bundesverband für Trainer, Berater und Coaches, eine Honorarempfehlung herausgegeben.   tl_files/blog/bdvt_honorarempfehlung2012.jpg

(Quelle: Trainingaktuell, Ausgabe September 2012)

Gemäß „Trainingaktuell“ Ausgabe September 2012 werden diese Empfehlungen unter anderem begleitet von folgenden Aussagen (von Stephan Gingter, Projektverantwortlicher beim BDVT):

  • „Wir wollen Trainer ermutigen, höhere Honorare zu fordern“
  • „Wir haben uns gefragt: Was braucht ein Trainer zum Überleben? Und was ist am Markt durchsetzbar?“
  • „Der Preis, den ein Trainer erzielen kann, hängt stark von seinem Verhandlungsgeschick ab“ (BDVT-Präsident von Kutzschenbach)
  • „Wir wollen eine Diskussion zwischen Anbietern und Nachfragern darüber anstoßen, was ein angemessenes Honorar ist“

In meinen Experten-Coachings werde ich natürlich auch mit der Frage konfrontiert: Was kann ich für mein Training, für meinen Vortrag verlangen? Und dafür gibt es gute Datenquellen zur vorsichtigen Orientierung, zum Beispiel vom Verlag managerseminare, vom Deutschen Institut für Marketing usw. ABER: Eine „Empfehlung“ zu Honoraren für alle Marktteilnehmer birgt Gefahren und ist nicht zu empfehlen. Dafür ist der Markt viel zu heterogen. Nicht zu selten höre ich „Na wenn diese oder jene Institution diese Honorare empfiehlt, passe ich meine nach oben an!“. Dabei wissen wir doch: Ein Vertriebstrainer kann in der Regel andere Honorare durchsetzen als ein Rhetoriktrainer. Ich als Trainer-Einkäufer zahle gern für einen tollen, innovativen Trainer mit weniger Erfahrung mehr Honorar als für einen „Senior“ mit 30 Jahren, der immer noch sein Seminar wie vor zehn Jahren durchführt. Finanzdienstleister zahlen tendenziell höhere Honorare als die Bauwirtschaft. Und es ließen sich noch viele Ungleichheiten im Markt aufzählen. Das, was für das Honorar am meisten zählt, ist eben nicht die Erfahrung, nicht die Doktortitel oder Awards, nicht die Anzahl der Referenzlogos auf der Website. Es ist der Status der eigenen Positionierung in MEINEM Markt. Es ist die Aktualität, Innovationskraft und Wertigkeit des Contents, den ich regelmäßig produziere. Es ist die Trainingsqualität, die sich vor allem in der Begeisterungsfähigkeit, Nachvollziehbarkeit und Nachhaltigkeit auf die Honorarhöhe auswirkt. Und am Ende ist es wie überall: Auch das Design und die Verpackung des Angebotssystems hat einen enormen Einfluß auf die Honorarhöhe. Ich empfehle Trainern, globalen Honorarempfehlungen nicht blind zu folgen, sondern höchstens individuellen Honorarempfehlungen von Marktinsidern, die ein Gefühl dafür haben, was für den jeweiligen Entwicklungs-Status eines Trainers tendenziell am Markt bezahlt wird. Ich stehe Ihnen als Trainer-Einkäufer mit meiner Markterfahrung dafür gern zur Verfügung, wobei ich auch empfehle, nicht nur meiner, sondern der Meinung einiger Marktinsider zu folgen. Ich empfehle, Trainer zu ermutigen, bessere unternehmerische Entscheidungen zu treffen, damit aus der gewachsenen Attraktivität und Wertigkeit automatisch höhere Honorare entstehen, sie am Markt nichts mehr „durchsetzen“ müssen und sich die Frage des Überlebens nicht mehr stellt. Ich empfehle weiterhin, bei Honoraren grundsätzlich nicht zu verhandeln, sondern auf Basis des hohen Nutzens bei seiner Honorarlinie zu bleiben. In der Anzahl begrenzte Ausnahme: Sie versprechen sich durch eine Honorarsenkung einen Marketingvorteil. Und ich empfehle, regelmäßig mit seinen Trainer-Einkäufern über Honorar zu diskutieren, genauer gesagt über regelmäßige Honorarerhöhungen, da Ihre Attraktivität, Ihr Wert und Nutzen auch regelmäßig steigt. Der Preis regelt die Nachfrage und das ist auch hier gut so: Denn wenn Trainer allgemeinen Honorarempfehlungen folgen, ohne vorher ihre Hausaufgaben gemacht zu haben, wird die Nachfrage den Trainer korrigieren. Ihr Siegfried Haider Speaker – Trainer – Coach – Berater – Autor Experte für Helium-Marketing, erfolgreiche Positionierung und einfach mehr Umsatz Damit Sie immer weniger verkaufen müssen und immer öfter gekauft werden!

Share This