Marketing für Mitarbeiter: So funktioniert Karriere Teil 2!

07. März 2020

Wie Sie eine begehrte Personen-Marke in Ihrem Arbeitsmarkt werden? Dafür habe ich im letzten Blogartikel bereits einen wichtigen Tipp gegeben. Hier gibt es einige weitere – und in meinen Vorträgen und Workshops dazu gibt es noch viel mehr 🙂 :

 

2. Points of Touch

Ihre Chefs, Kolleginnen und Kollegin und Kunden (wenn Sie Kundenkontakt haben) definieren also Ihre Marke durch das, was sie mit Ihnen wahrnehmen und erleben. Große Marken designen die wichtigsten Berührungspunkte mit den Kunden. Was erlebt jemand, wenn er mit Ihnen Berührung hat? Haben Sie diese Berührungspunkte je interner Zielgruppe (Abteilung) schon mal definiert und gestaltet? Wie melden sie sich am Telefon, wie beginnt oder endet Ihre email, wie begrüßen oder verabschieden Sie Kolleginnen und Kollegen an Ihrem Schreibtisch, wie gestalten, eröffnen, beenden und nachverfolgen Sie Meetings,…? Erst wenn Sie die für Sie wichtigsten Berührungspunkte einmal aufgeschrieben und priorisiert haben, können Sie sich für jeden ein oder mehrere kleine wie große Überraschungen überlegen, die daraus Punkte der Berührung machen. Einer meiner Chefs hatte eine Schublade im Schreibtisch mit edelster Schokolade. Sein Schreibtisch war immer Treffpunkt für Mitarbeiter, er wusste über alles und jeden Bescheid. Ein Kollege machte aus Meetings kleine Erlebnisse über die besondere Formulierung der Einladung, die lockere, humorvolle Durchführung, die Merci auf den Plätzen, die Zusammenfassung mit Zitatekarten uvm. Was sind Ihre Points of Touch, um erinnert zu werden und als Marke zu wachsen? Ideal haben einige/viele davon etwas mit Ihrem „Wer bin ich“ zu tun, Ihrer Story und wofür Sie stehen. Das ist Ihre Position als Voraussetzung für erfolgreiche Positionierung in Ihrem Markt.

3. Konzeptionelles Netzwerken

Karriereorientierte Menschen pflegen – wie große Marken auch – aktiv hochkarätige Netzwerke. Sozusagen kleine Communities. Sie überlegen sich, wohin sie möchten und bauen sich dafür eine Erfolgs-Strategie. Um diese zu realisieren, braucht es Menschen, die ihnen helfen:

a) Die, die Ihre Beförderungen auf dem Weg zum Ziel entscheiden oder die Entscheidung beeinflussen können.
b) Multiplikatoren, die den Flurfunk im Unternehmen mit bestimmen.
c) Innovatoren, die einem bei Projekten wertvolle Tipps geben können.
d) Externe Entscheider, die einem Zugänge zu Messebühnen, Blogs, Online-Portalen usw. für Beiträge ermöglichen, damit Sie gesehen werden und Sie so als Expertenpersönlichkeit mit Ihren Botschaften positionieren.

Und egal ob Sie Kellner oder Ingenieur sind: Sie sind Experte/in in Ihrem Bereich und wollen diese Expertise hoffentlich ausbauen. Darüber hinaus sollten Sie ein Netzwerk

e) pflegen, das eigentlich keine aktiven Kontakte sind, sondern eher ein Beobachtungsnetzwerk darstellt: Ihre Wettbewerber oder Gefährder, also die Menschen, die mit Ihnen um die nächste Stelle konkurrieren bzw. auch Menschen, die Sie nicht mögen und ggf. „gefährlich“ werden können.

Überlegen Sie sich für die ersten Netzwerke gute Massnahmen, Einladungen, Treffen – auch ausserhalb der Dienstzeit. Menschen, die Karriere gemacht haben, sagten mir alle: Ab einer mittleren Managerposition steigt der Anteil an Zeit für Kontakt- und Netzwerkpflege im Unternehmen und im jeweiligen eigenen Arbeitsmarkt ausserhalb des Unternehmens auf über 50 % der Arbeitszeit. Je weiter oben, desto mehr und intensiver wird dieses teils operative, teils strategische ToDo.

Wenn Sie sich um diese drei Punkte als Voraussetzung für Karriere regelmässig kümmern, können Sie Ihren Aufstieg im eigenen Unternehmen nicht verhindern. Sie beschleunigen ihn mit strategisch wohl durchdachten Jobs- und manchmal auch Unternehmenswechseln. Und Sie beschleunigen ihn mit der Intensität und Qualität Ihrer Kommunikation in Ihren Märkten, was über das Netzwerken weit hinausgehen kann. Beispielsweise in dem Sie über Erfolge schreiben, Vorträge dazu halten, sich in Themen- und Expertengruppen einmischen, Bloggen uvm. Immer abgestimmt mit Ihrem Unternehmen, aber durchaus auch mit einer gesunden Tendenz zur Eigendarstellung, die fast alle Karrieremenschen, die ich kennengelernt habe, auch vorzuweisen hatten.

Am Ende entscheidet für Karriere neben Ihrer Positionierung und Kommunikation immer noch eins am meisten: Ihre Kompetenz und Ihre exzellenten Arbeitsergebnisse. Hören Sie daher bitte nie damit auf, besser als gestern zu werden, zu lernen, zu lesen und als Experte/in bzw. als Persönlichkeit zu wachsen. Ziele sind wichtig, aber ein amerikanischer Rennfahrer sagte einmal so schön: Es ist viel wichtiger, stets die jeweils nächste Kurve im Auge zu haben und perfekt zu nehmen, als ständig nur an das finale Ziel zu denken.

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie zu unseren bewährten Konzepten zur erfolgreichen Etablierung einer proaktiven, karriere-marketing orientierten Unternehmenskultur mit entsprechendem Mindest der Mitarbeiter erfahren möchten – in kleineren Unternehmen genügt meist mein Vortrag „Karriere-Marketing“ vor der Belegschaft, um einen positiven Ruck durch die ganze Firma gehen zu lassen. Der Rest macht dann gute Führung.

Ihr

Siegfried Haider
DER Marken-Positionierer

Speaker – Trainer – Coach – Berater – Autor
Experte für Helium-Marketing, erfolgreiche Positionierung und einfach mehr Umsatz
Damit Sie immer weniger verkaufen müssen und immer öfter gekauft werden!

Share This