Warum Bill Gates kein Trainer werden wollte Teil 7!

25. März 2010

War Bill Gates eigentlich gestresst? Sicher belastete ihn seltener der schädliche Stress drohender existenzieller Gefahren, sondern eher der Eustress, der in der richtigen Dosis sehr motivierend und leistungsfördernd wirken kann. Wenn Bill Gates manche hauptberuflichen Experten beobachtet hätte, wäre er vermutlich wieder zu dem Schluß gekommen: Trainer, Coach, Berater oder Speaker wollte ich nicht werden… Warum sind so viele Experten nicht ausgeglichen, nicht selten auch die Experten, die Work-Life-Balance und ähnliche Themen trainieren…

…das hat natürlich Gründe darin, daß der Satz „you train best what you need most!“ immer wieder mal gilt, aber auch, daß der Beruf eines Trainers, Beraters, Coaches oder Speakers außerordentlich fremdbestimmt sein kann, wenn man sich nicht entsprechend organisiert…

Wer als Experte erfolgreich ist, wird das das Phänomen der mangelnden Freizeit schnell zu seinen zählen dürfen. Gut beschäftigte Trainer, Berater, Coaches und Referenten leben eigentlich ständig im Takt des Vorbereitens, Reisens, Leistens, Nachbereitens und Unternehmer seins. Ich habe nicht selten entdeckt, daß gerade bei brummendem Geschäft der Experte schnell ausbrennt und vergißt, daß neben dem Experten-Beruf noch einige, aber mindestens zwei andere wichtige Bereiche entscheidend sind, langfristig zu performen und Spaß an der Arbeit zu haben: Der Experte selbst und seine Familie/Privates/Freunde.

  1. Lebensplanung und Sicherheit Es gibt in der Trainerbranche viele Experten, die hervorragend positioniert sind und auch hohe Honorarsummen erhalten, jedoch nur für Ihren Job leben, nur auf sich konzentriert sind und die private Lebensplanung vernachlässigen. Daher gehört zu einer vernünftigen Businessplanung stets auch die private Lebens- und Vermögensplanung dazu, um langfristig leisten zu können. Ein getrenntes Kontenmodell, ein privater Ziel- und Budgetplan, für Privates (sich, Familie und Freunde) geblockte Tage je Monat sind nur einige Techniken, die helfen, die Lebens-Balance zu erhalten und eine von der beruflichen Seite unabhängige finanzielle Sicherheit bzw. Freiheit aufzubauen. Denn nur dann können Experten langfristig überzeugen – gerade gute, langjährige Kunden merken, wenn Experten ausgebrannt sind und nicht volle Leistung bieten können.

Eine der wichtigsten Eigenschaften dabei ist, zu Aufträgen NEIN sagen zu können, wenn der Kalender kurz vor voll ist. Experten brauchen „freie“ Tage: Für Innovation, Unternehmensführung, sich, andere usw.

Ein wesentlicher Bereich, der viele Experten bis in den privaten Ruin gebracht hat, obwohl die Umsätze der Firma stimmten, ist das Ausgabeverhalten. Wer 150 mal im Jahr täglich mehrere tausend Euro Honorar verdient, kann bei dem Gefühl, daß „doch jeden Tag so viel Geld reinkommt“, vergessen, daß die täglichen Ausgabe-Versuchungen trotzdem limitiert werden müssen. Teuere Spielzeuge wie Autos, Villen, Luxusuhren/-artikel usw., mit denen sich Experten (auch gegenseitig) imponieren, haben schon so manchen Spitzenverdiener zum Minus-König auf den Bankkonten gemacht. Solche Experten mit finanzieller Blutarmut und entsprechenden Sorgen sind weder psychisch noch physisch frei, gute Partner zu sein: Beruflich wie privat. Die Lösung ist das Spaß-Konto – ein eigenes privates Konto, auf das ein Teil des Gehaltes, das sich ein Experte auszahlt, für diese Fun-Produkte ausgegeben werden darf. Die (limitierte) Erfüllung dieser Spaßprodukte ist wichtig, sehr wichtig! Wenn aber das Spaß-Konto leer ist, muß der Familienrat oder (wenn nicht vorhanden) das Team mitentscheiden.

Soweit zu den sieben Gründen, warum Bill Gates vermutlich kein Trainer werden wollte. Sie lassen sich in der „ZIELPULS“ (c)-Formel von experts4events zusammenfassen:

  1. Zielplanung
  2. Investitions- und Businessplan
  3. Engagiertes Office-Team (und externe)
  4. Leistungsdefinition
  5. Positionierung
  6. Unternehmertum
  7. Lebensplanung und Sicherheit

Lesen Sie zu den sechs (1-6) anderen Gründen in diesem Blog oder buchen Sie ein Coaching von experts4events, in denen diese sieben Punkte den Rahmen für Coaching-Inhalte geben, natürlich mit dem Schwerpunkt auf 4. Leistungsdefinition und 5. Positionierung.

Abschließend zu diesem Themenblock noch eine Anmerkung: Der Weiterbildungsmarkt ist momentan leider zu stark geprägt von geringer Produktinnovation und mangelnder Marketinginnovation. Ende der neunziger Jahre konnten sich das viele aufgrund großer Nachfrage noch leisten. Der seitdem stattgefundene Cleaning-Prozess auf der Angebotsseite hat seinen Beitrag zu mehr Nutzen und Niveau geleistet. Der Druck wuchs und wächst. Die Zeit der Aufteilung von „Pfründen“ hat dabei längst begonnen. Die ZIELPULS-Methode liefert die notwendige Basis, um sich gesund und leistungsfördernd in diesem Markt zu bewegen und seinen Teil am großen Kuchen zu sichern. Wer zu schnell läuft und zu viel will (zu hoher ZIELPULS), tut sich langfristig selbst keinen Gefallen. Wer zu langsam läuft (zu niedriger ZIELPULS) wird von anderen überholt und verliert. Agieren Sie daher als Experte im aeroben Bereich und Sie werden langfristig zu denen gehören, die sich im Markt großer Anerkennung und Nachfrage erfreuen, auch wenn es auf dem Weg zum Geldadel noch weiterer Schritte bedarf.

Sollten Sie Interesse daran haben, die einzelnen Themen zu vertiefen, dann kontaktieren Sie uns bitte gern. Wir helfen Ihnen dann entweder persönlich oder Sie erhalten weitere kostenlose Texte von Siegfried Haider mit wertvollen Tipps und Tricks für den erfolgreichen Expertenalltag.

Weitere Schritte für ein erfolgreiches Business als Experte finden Sie bald wieder in diesem Blog.

Ihr

Siegfried Haider

Speaker – Trainer – Coach – Berater – Autor
Experte für Helium-Marketing, erfolgreiche Positionierung und einfach mehr Umsatz
Damit Sie immer weniger verkaufen müssen und immer öfter gekauft werden!

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